Silicon Valley Europe

Im Interview mit Jana Sytenki, Webdesignerin & Webflow Developer mit Konzentration auf das Wesentliche

Im Interview mit Jana Sytenki, Webdesignerin & Webflow Developer mit Konzentration auf das Wesentliche
Wir freuen uns diesmal auf ein exklusives Interview mit Jana Sytenki, dem neuesten Mitglied von Silicon Valley Europe, zu präsentieren. Jana bringt eine einzigartige Perspektive in unsere Community, indem sie ihre Expertise im Bereich nachhaltiger Websites einbringt.

Seit über zwei Jahren widmet sich Jana Sytenki intensiv der Welt des Webdesigns und allem, was dazu gehört – von Webflow und SEO bis hin zur User Experience. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Erstellung zielgruppenorientierter Websites für KMUs, die nicht nur ästhetisch ansprechend sind, sondern auch konvertieren. 

Bei Ihren Projekten geht es vorrangig um das Thema nachhaltige Websites. Nachhaltige Websites sind so konzipiert, dass sie ressourcenschonend und energieeffizient betrieben werden können. Dies umfasst alles von der Minimierung der Dateigröße und der Optimierung des Codes. Nachhaltigkeit im Webdesign trägt nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern verbessert auch die Performance und Benutzerfreundlichkeit der Website.

DIGITAL FUTUREmag: Frau Sytenki, Sie sind seit kurzem Mitglied von Silicon Valley Europe. Was hat Sie dazu bewogen, Teil dieser Community zu werden?

Jana Sytenki: Ich liebe Unternehmensnetzwerke, Teil einer Gemeinschaft zu sein, gemeinsam etwas zu schaffen. Das inspiriert mich. Wir leben in einer Welt, in der wir alle viel zu wenig miteinander in Kontakt kommen, das kann sich durch solche Netzwerke ändern.

DIGITAL FUTUREmag: Sie stehen für nachhaltige Websites. Was bedeutet Nachhaltigkeit im Webdesign für Sie und warum ist es so wichtig?

Jana Sytenki: Nachhaltiges Webdesign bedeutet für mich nicht ausschließlich Umweltaspekte, sondern auch eine nachhaltige Außendarstellung des Unternehmens. Nach dem Motto „Mach es gleich richtig“ oder „Be smart pay once“.

DIGITAL FUTUREmag: Mit Ihrer Expertise in Webflow, SEO und User Experience: Wie kombinieren Sie diese Elemente, um eine Website optimal zu gestalten?

Jana Sytenki: Bevor ich mit dem Design & der Umsetzung beginne, führe ich immer eine Zielgruppen- & SEO-Analyse durch, um auch wirklich die richtigen Leute anzusprechen. Auf Basis dieser Analyse entwickle ich eine sinnvolle Strategie & Struktur, die die Zielgruppe auch wirklich erreicht. Erst danach geht es an das Design & die Umsetzung, wobei ich besonders auf die Benutzerfreundlichkeit (möglichst wenig Klicks) & SEO- Aspekte achte. Denn was nützt eine Website, wenn sie niemand findet? 

Für mich sind alle drei Aspekte wie Zahnräder, die sich gemeinsam in einem Rad drehen und voneinander abhängig sind. Dreht sich ein Zahnrad nicht, steht alles still. 

DIGITAL FUTUREmag: Ihr Fokus liegt auf Websites für KMUs. Was sind die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe?

Jana Sytenki: Ich konnte beobachten, dass die besondere Herausforderung für KMU darin besteht, ihre Zielgruppe wirklich anzusprechen. Meist fehlen die Grundlagen (Analysen), es werden wahllos Freelancer oder Agenturen mit Websites beauftragt, ohne dass wirklich eine Strategie dahinter steht. Hauptsache es sieht gut aus. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur eine schöne Website zu erstellen, sondern eine Website Strategie und Struktur, die deine Zielgruppe auch wirklich einfängt. 

DIGITAL FUTUREmag: Transparenz und Ehrlichkeit sind Ihnen bei der Zusammenarbeit wichtig. Wie setzen Sie diese Werte konkret in Ihren Projekten um?

Jana Sytenki: Bei Projekten nehme ich meine Kunden immer mit ins Boot und erkläre ihnen, warum, wie und was ich mache. So tappen sie nie im Dunkeln und wissen immer genau, wo wir stehen und was gerade läuft. Obwohl meine Dienstleistung eigentlich eine „Done for you“-Leistung ist, bevorzuge ich den „Done with you“-Ansatz. Das heißt aber nicht, dass der Kunde unzählige Stunden investieren muss.

Bevor wir ein Projekt starten, gebe ich meinen Kunden eine ehrliche Einschätzung darüber, was mit der Website machbar ist und was nicht. Ich mag keine falschen Versprechungen. Meine oberste Priorität ist es, das gesetzte Ziel zu erreichen und einen Return on Investment zu erzielen, selbst wenn das bedeutet, dass ich unbezahlte Überstunden mache.

DIGITAL FUTUREmag: Sie orientieren sich am Value Based Pricing. Können Sie erklären, was das bedeutet und wie Ihre Kunden davon profitieren?

Jana Sytenki: Value Based Pricing ist eine marktorientierte Preisstrategie, die den Preis einer Ware oder Dienstleistung auf der Grundlage ihres wahrgenommenen oder geschätzten Wertes festlegt. 

Kurz gesagt: Der Preis richtet sich danach, wie viel Geld ich realistisch für dich erwirtschaften kann.

Ich wende Value Based Pricing gerne an, weil es meiner Meinung nach eine Win-Win-Situation für beide Seiten darstellt. Der Kunde bekommt einen fairen Preis, den er auch wieder reinholen kann und ich werde angemessen bezahlt. 

DIGITAL FUTUREmag: Was sind die häufigsten Fehler, die Sie bei Websites sehen, und wie können diese vermieden werden?

Jana Sytenki: Der häufigste Fehler, den ich sehe, ist der Mangel an Struktur. Oft sieht die Website aus, als wäre sie willkürlich zusammengewürfelt worden, und man erkennt nicht einmal, was das Unternehmen macht.

Es ist super wichtig, dass der User innerhalb von Millisekunden versteht, was das Unternehmen macht. Schon im oberen Teil der Website (Herosection) muss klar werden, wer ihr seid, was ihr macht und warum ihr es macht. Wenn diese drei Dinge nicht sofort erkennbar sind, springt der User ab.

Ebenso springt der User ab, wenn die Ladezeit der Website länger als eine halbe Sekunde dauert, zu viele Popups erscheinen oder die Website einen unübersichtlichen Eindruck macht.
Weniger ist mehr!

DIGITAL FUTUREmag: Wie sehen Sie die Zukunft des Webdesigns, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit und User Experience?

Jana Sytenki: Sehr rosig, würde ich sagen. Vor allem in Bezug auf Webflow, mit dem Programm, mit dem ich arbeite, steigt die Nachfrage. Immer mehr Leute wollen Websites, die aktuell sind. Früher war eine Website dazu da zu informieren, heute ist sie viel mehr als nur eine Informationsquelle. Sie dient dazu, Leads zu generieren und eine Verbindung zur Zielgruppe herzustellen. Dementsprechend legen heute viel mehr Unternehmen Wert auf eine durchdachte Website mit Inhalten, die überzeugen und auch mit der Zeit gehen. 

Im Hinblick auf die Umwelt wird dies wahrscheinlich immer wichtiger werden. Ich versuche bereits, die Website so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, indem ich Bilder komprimiere, den Code sauber halte und einen minimalistischen Ansatz verfolge. 

DIGITAL FUTUREmag: Abschließend, was sind Ihre Ziele und Visionen für die Zukunft Ihrer Arbeit im Bereich nachhaltiges Webdesign?

Jana Sytenki: Meine Vision ist es, dass nachhaltiges Webdesign mehr Aufmerksamkeit bekommt und Unternehmen sich viel bewusster mit ihrer Website auseinandersetzen. Mein Traum ist, dass jedes Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit im Webdesign ernst nimmt und zweimal darüber nachdenkt, ob es den billigsten Freelancer oder die billigste Agentur wählt, nur um am Ende doch doppelt zu zahlen – mit Geld, Energie und Zeit.
Zudem möchte ich, dass Webflow genauso bekannt wird wie WordPress. Es wäre großartig, wenn Unternehmen und Dienstleister das Potenzial von Webflow erkennen und nutzen würden.

DIGITAL FUTUREmag: Ich glaube nach diesem Interview hat jeder Lust seine Webseite einmal unter ganz neuen Kriterien zu beurteilen. Vielen Dank für das schöne Gespräch.