Im Interview mit Georges Welz, CRO bei Conceptboard

Wie Kommunen mit Controlled transparency und einem Sovereign Code den Spagat zwischen Sicherheit und Offenheit meistern – ein Gespräch mit Georges Welz, CRO bei Conceptboard.
Digitale Verwaltung braucht Kontrolle – nicht Abhängigkeit
Ob Krisenkommunikation, Bauplanung oder Bürgerbeteiligung: Zusammenarbeit in der Verwaltung findet zunehmend digital statt. Doch während viele Kommunen ihre Prozesse modernisieren, wächst die Sorge um die Hoheit über Daten und Systeme. Controlled Transparency wird dabei zum neuen Leitprinzip: Transparenz dort, wo sie Vertrauen und Zusammenarbeit stärkt – Kontrolle dort, wo Datenschutz und Integrität gewahrt bleiben müssen. Gleichzeitig gewinnt das Konzept des Sovereign Code an Bedeutung: Software, die offen, nachvollziehbar und rechtssicher ist – entwickelt und betrieben unter europäischer Kontrolle.
Im Gespräch mit Georges Welz, CRO von Conceptboard, wird deutlich, wie Kommunen mit diesen Prinzipien die digitale Transformation selbstbestimmt gestalten können und warum Werkzeuge wie Conceptboard genau dafür geschaffen sind.
Silicon Valley Europe: Herr Welz, alle sprechen über digitale Transformation in der Verwaltung – aber Sie betonen besonders das Thema Datensouveränität. Warum ist das so entscheidend?
Georges Welz: Datensouveränität ist im Grunde nichts anderes als digitale Selbstbestimmung. Sie bedeutet, dass öffentliche Institutionen ihre sensiblen Informationen nicht aus der Hand geben – weder an kommerzielle Plattformen außerhalb Europas noch an undurchsichtige Systeme. Gerade Kommunen haben eine enorme Verantwortung gegenüber Bürgerinnen und Bürgern. Wenn sie digital arbeiten, müssen sie zugleich sicherstellen, dass Daten geschützt bleiben und Prozesse transparent nachvollziehbar sind. Nur dann kann Vertrauen entstehen und das ist die Basis erfolgreicher Digitalisierung.
Silicon Valley Europe: Wo stehen Kommunen Ihrer Erfahrung nach aktuell auf diesem Weg?
Georges Welz: Viele Verwaltungen sind schon weiter, als sie selbst glauben. In den letzten Jahren hat sich ein starkes Bewusstsein für digitale Souveränität entwickelt. Gleichzeitig ist die technische Umsetzung oft noch herausfordernd: Insellösungen, fehlende Schnittstellen oder Cloud-Abhängigkeiten erschweren den souveränen Betrieb. Was fehlt, sind Werkzeuge, die einfach nutzbar sind, rechtssicher betrieben werden können und kollaborativ bleiben.
Silicon Valley Europe: Welche Rolle spielt dabei die Wahl der richtigen Werkzeuge?
Georges Welz: Eine sehr große. Digitale Souveränität lässt sich nicht verordnen – sie entsteht durch bewusste technologische Entscheidungen. Die Werkzeuge, mit denen Verwaltungen heute arbeiten, prägen direkt, wie viel Kontrolle und Transparenz sie morgen behalten. Entscheidend ist, Lösungen zu wählen, die das Prinzip der Controlled Transparency unterstützen: also eine Zusammenarbeit ermöglichen, die offen und nachvollziehbar ist, ohne die Integrität sensibler Daten aufzugeben. Ergänzend dazu braucht es das Vertrauen in einen Sovereign Code – also Software, deren Funktionsweise überprüfbar, rechtssicher und in europäischer Hand ist. Nur so können Kommunen wirklich sicherstellen, dass sie nicht von externen Plattformen abhängig werden, sondern ihre digitale Zukunft selbst gestalten.
Silicon Valley Europe: Wie unterstützt Conceptboard konkret dabei, Souveränität und Effizienz zu verbinden?
Georges Welz: Der Schlüssel liegt darin, Souveränität nicht als Bremse, sondern als Enabler für Effizienz zu begreifen. Viele denken noch in Gegensätzen – Sicherheit versus Agilität, Datenschutz versus Nutzerfreundlichkeit. In Wirklichkeit lässt sich beides vereinen, wenn die technologische Grundlage stimmt. Mit Conceptboard verfolgen wir genau diesen Ansatz: eine kollaborative Arbeitsumgebung zu schaffen, die von Grund auf nach europäischen Datenschutzstandards konzipiert ist und sich flexibel in bestehende Verwaltungsstrukturen integrieren lässt. Das ermöglicht kontrollierte Offenheit im Sinne von Controlled Transparency – jede Zusammenarbeit bleibt nachvollziehbar, jede Datenhoheit gewahrt. Gleichzeitig setzen wir auf Sovereign Code, also nachvollziehbare, vertrauenswürdige Softwarearchitektur. Dadurch können Verwaltungen effizient digital zusammenarbeiten, ohne Kompromisse bei ihrer Unabhängigkeit eingehen zu müssen. Letzten Endes verstehen wir uns als Werkzeugkasten für die digitale Transformation – modular, souverän und skalierbar.
Silicon Valley Europe: Was können Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Ihrem Vortrag auf der diesjährigen dikomm 2025 erwarten?
Georges Welz: Wir zeigen ganz konkret mit Beispielen aus der Praxis, wie Kommunen heute souveräne digitale Zusammenarbeit gestalten können. Unser Vortrag „Conceptboard: Werkzeugkasten für digitale Transformation“ richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider, die digitale Arbeitsformen in der Verwaltung nachhaltig etablieren wollen. Wir sprechen über: Strategien für digitale Souveränität im Alltag, bewährte Use Cases aus Kommunen, wie sich mit Conceptboard moderne Zusammenarbeit auf eigener Infrastruktur umsetzen lässt und beleuchten ebenfalls die rechtssichere Beschaffung über die Deutsche Verwaltungscloud (DVC) von Conceptboard by IT.NRW als möglichen Bezugsweg.
Ich freue mich sehr auf den Austausch – die dikomm ist genau der richtige Ort, um diese Themen gemeinsam voranzutreiben.
Silicon Valley Europe: Vielen Dank, Herr Welz, für das inspirierende Gespräch. Es zeigt, dass digitale Souveränität kein fernes Ziel ist, sondern ein gestaltbarer Weg – hin zu einer sicheren, offenen und selbstbestimmten Verwaltung in Europa.
Über Conceptboard
Conceptboard ist ein in Deutschland entwickeltes Kollaborationstool, das speziell für datensensible Organisationen und öffentliche Einrichtungen konzipiert wurde. Die Plattform ermöglicht visuelle Zusammenarbeit – DSGVO-konform, sicher gehostet und flexibel einsetzbar.
Jetzt Conceptboard by IT.NRW über die Deutsche Verwaltungscloud mit einem Klick bestellen. Alle Informationen unter: conceptboard.com/dvc
Kontakt: support@conceptboard.com
Dikomm 2025 – Zukunft digitale Kommune
Vortrag: „Conceptboard: Werkzeugkasten für digitale Transformation“
Datum: 12.11.2025
Uhrzeit: 15:00 – 15:30 Uhr
Ort: virtuell
Mehr erfahren und anmelden: https://portal.silicon-valley-europe.com/#Task61Place:::FACE17:213:Vortrag:7257: